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Das Protokoll der Jurierung

Fotos: Robert Glogowski, Wolfgang Hesse

 

Datum 18. März 2011

Ort Galerie der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Zeitplanung 09:00/9:15 Uhr bis 16:30/17:00 Uhr

 

Teilnehmer    

Jury Jörg-Uwe Argo, Veronika Classen, Prof. Martina Glomb, Prof. Eberhard Högerle, Prof. Erich Kruse, Hans Werner Mattis, Bernd-Gerald Molke

LIONEL Jury-Betreuungsteam Ingrid Birkholz (HBK/Stellvertretung Sonderbeauftragte LIONEL), Wolfgang Hesse (DesignTransfer/Moderation/Protokoll), Sarah Krecker (HBK/Technik Ausstellung), Tim Wittke (DesignTransfer/Technik)

Dokumentation Wolfgang Hesse, Niederschrift am 20. März 2011

 

Protokoll

09:15 Uhr Wolfgang Hesse begrüßt im Namen von DesignTransfer e.V. alle Anwesenden und stellt fest, dass alle Juroren erschienen und in der Lage sind, eine Beurteilung abzugeben.

Aufgrund eines technischen Defektes, der den Austausch und Neueinrichtung eines für die Präsentation notwendigen Computers notwendig macht, weist Hesse daraufhin, dass der vorgesehene Zeitrahmen sich um 30 bis 45 Minuten verzögern wird und bittet die Juroren, sich in dieser Zeit schon einmal mit den ausgestellten Arbeiten und Beiträgen vertraut zu machen.

09:45 Uhr Noch während der Einrichtung des havarierten Computers hält Hesse einen Vortrag, der die Juroren über den Werdegang des LIONEL sowie über den Verlauf des Wettbewerbes informiert. Die Verfahren der Vorprüfung der Einreichungen auf Einhaltung der Wettbewerbsbedingungen und Beibringung der notwendigen Unterlagen sowie mögliche Verfahren der Jurierung werden vorgestellt und kurz mit und von den Juroren diskutiert.

Da keine Einreichung in der Kategorie „Young Professionals“ erfolgte, wird dieser Preis in 2011 nicht ausgelobt und das Preisgeld wird für folgende LIONEL-Wettbewerbe zurückgestellt.

Die Juroren folgen dem Vorschlag von DesignTransfer, eine Beurteilung nach dem Schulnotensystem für 1 (Sehr gut) bis 5 (Mangelhaft) vorzunehmen, wobei den einzelnen Noten in umgekehrter Reihenfolge Punkte nach dem Prinzip 1 = Sehr gut = 5 Punkte bis 5 = Mangelhaft = 1 Punkt zugeordnet werden.

Dem Fachjuror der von den Bewerbern angegebenen Kategorie wird höheres Stimmrecht zugewiesen, da seine Benotung mit dem Faktor 5 vervielfältigt wird. Der Vorsitzende der Jury soll mit einem zweifachen Wertfaktor urteilen können.

Die Juroren folgen dem Vorschlag der Juroren-/Kategorien-Zuordnung (in Klammern die jeweilige Vertretung):

Kategorie Communication: Veronika Classen & Jörg-Uwe Argo (gegenseitig)

Kategorie Industrial: Hans Werner Mattis (Prof. Erich Kruse)

Kategorie Fashion & Textile: Prof. Martina Glomb (Veronika Classen)

Kategorie Multimedia: Bernd-Gerald Molke (Jörg-Uwe Argo)

Kategorie College by ARTmax: Prof. Eberhard Högerle (Prof. Martina Glomb)

Jury-Vorsitz: Prof. Erich Kruse (Prof. Eberhard Högerle)

Professor Kruse nimmt die Wahl zum Vorsitzenden der Jury unter der Bedingung an, dass seine Beurteilung mit einfacher und mit allen Juroren gleichberechtigter Wirkung (kein Faktor 2) erfolgen soll. Alle anderen Juroren stimmen dieser Regelung zu. Die Besetzung der Kategorie Communication (größte Gruppe der Wettbewerbsbeiträge) mit zwei gleichberechtigten Juroren mit aber nur einer abgebbaren Wertungsnote wird ebenfalls bestätigt.

Die höchste erreichbare Punktzahl beträgt somit 50 Punkte (5 Juroren x 5 Punkte = 25 Punkte plus 1 Fachjuror 5 Punkte mal Faktor 5 = 25 Punkte; 25 + 25 = 50 Punkte) und die geringste Bewertung entspricht 10 Punkten (5 Juroren x 1 Punkt = 5 Punkte plus 1 Fachjuror 1 Punkt mal Faktor 5 = 5 Punkte; 5 + 5 = 10 Punkte).

Wolfgang Hesse weist daraufhin, dass es ggf. Konflikte einzelner Juroren mit den Wettbewerbsarbeiten geben könne. Einige Möglichkeiten sind bei der Vorprüfung aufgefallen und werden vom Moderator angezeigt. Die betreffenden Juroren verlassen während der Beurteilung den Juryraum und die Bewertung wird von den Stellvertretern durchgeführt. Ferner werden die Juroren aus Fairnessgründen gebeten, auch von sich aus auf mögliche Konfliktsituationen hinzuweisen. Im späteren Verlauf der Jurierung wird diese Regel/Vereinbarung zwei Mal von den Juroren selbst angewendet.

Wolfgang Hesse veranschaulicht die Organisation der Jurierung:

a) der Moderator ruft die zu bewertende Arbeit mittels Nennung der Kennziffer auf

b) der Moderator zeigt an, in welcher Form (Ausstellung oder digitale Präsentation) und welchem Umfang die Arbeit (Original, Modell, Infografik Papier/digital, Abbildung(en), Animation, Film- oder Tondokument) vorgestellt wird

c) jede Arbeit wird mit Video-/Bildprojektor auf zwei Flächen vor den Juroren präsentiert: linke Präsentation deutsch-sprachige Beschreibung laut Registrations- und Anmeldungsformular W1 oder ähnlichem Textdokument und rechtsseitig Vorstellung der eingereichten digitalen Dokumente

d) alle ausgestellten Arbeiten sind auf Tischen oder Podesten in Sichtweite rund um die Juroren innerhalb ihrer Kategorie postiert und lediglich mit den Kennziffern betitelt (etwaige Namen von Einreichern oder Firmennamen wurden nach der Vorprüfung entweder in den Dokumenten gelöscht oder mit schwarzen oder weissen Balkengrafiken oder auf den Exponaten mit neutralen Überklebern anonymisiert). Wird eine Arbeit neben projezierten Informationen auch körperlich gezeigt, fordert der Moderator die Juroren auf, sich dieses Objekt direkt in der Ausstellung anzusehen und ggf. auch händisch zu prüfen.  

e) jeder Juror verfügt über sechs Stimmkarten (Punkte 1 bis 5 für die Bewertung und 1 Karte mit Piktogramm goldener Löwe mit Krone für die Anzeige Fachjuror mit Multiplikationsfaktor) für eine offene Bewertung

f) das angezeigte Ergebnis wird sofort vom Moderator/Protokollanten in den für jede Wettbewerbsarbeit vorbereiteten Bewertungsbogen der Vor- und Haupt-/ Juryprüfung übertragen

10:00 Uhr Die Prüfung in der von den Juroren präferierten aufsteigenden Reihenfolge der Kennziffern beginnt.

10:05 Uhr Juror Argo verlässt für circa 10 Minuten wegen Konfliktsituation für drei Bewertungen den Juryraum.

11:20 Uhr Jurorin Prof. Glomb für circa 5 Minuten wegen Konfliktsituation für eine Bewertung außerhalb des Juryraumes.

13:05 Uhr 10-minütige Erfrischungspause – die Jury beschließt, auf eine längere Pause zu verzichten und den angebotenen Snack und die Getränke während der weiteren Jurierung einzunehmen. Die Pause wird auch von Prof. Dr. Hubertus von Amelunxen (Präsident der HBK) genutzt, die Juroren in der Hochschule für Bildende Künste zu begrüßen und sich nach dem Verlauf der Jurierung zu erkundigen. Der Pressesprecher der HBK Jesco Heyl nutzt die Gelegenheit, Juroren und Wettbewerbsarbeiten zu fotografieren. Bis zu diesem Zeitpunkt sind ca. 55 % der Wettbewerbsbeiträge beurteilt worden.

13:45 Uhr Jurorin Prof. Glomb ist für circa 5 Minuten wegen Konfliktsituation für eine Bewertung außerhalb des Juryraumes.

14:05 Uhr Juror Molke ist für circa 5 Minuten wegen Konfliktsituation für eine Bewertung außerhalb des Juryraumes.

14:25 Uhr Juror Prof. Kruse ist  für circa 5 Minuten wegen Konfliktsituation für eine Bewertung außerhalb des Juryraumes.

15:20 Uhr Die letzten drei Wettbewerbsbeiträge werden beurteilt.

15:35 Uhr Der Juryvorsitzende Prof. Kruse nimmt die Auswertung der Beurteilungen vor und lässt die Teilergebnisse in eine vorbereitete Tabellenkalkulation übertragen.

Nach einem vorgenommenen Sortierverfahren (absteigende Punktesummen) wird festgestellt, dass in zwei Kategorien durch Punktegleichstand auf den Rangplätzen 2 und 3 oder 3 und 4 keine Abstufung untereinander erfolgen konnte. Alle anderen Bewertungen identifizieren die Rangplätze 1 bis 3 und sogar bis Rang 5 eindeutig.

15:40 Uhr Für diesen Fall hatten der Jurymoderator und die Juroren während der o.g. Juryinformation vereinbart, eine Nachprüfung durch die Juroren ohne den Fach-/ Kategoriejuror vorzunehmen, wobei eine Auf- oder Abwertung mit maximal 1 Punkt erfolgen konnte.

15:50 Uhr Das endgültige Ergebnis des Wettbewerbes kann festgestellt werden. Der Juryvorsitzende unterzeichnet jedes Bewertungsformular der jeweiligen eingereichten Wettbewerbsarbeit.

16:05 Uhr Wolfgang Hesse schließt den Wettbewerb und dankt den Juroren und allen Beteiligten für ihre sehr professionelle, äußerst faire und objektive sowie harmonische Mitwirkung.

Diese Niederschrift gibt meine während der Veranstaltung gemachten handschriftlichen Aufzeichnungen inhaltlich und sachlich richtig wieder.

Braunschweig, 20. März 2011

Unterzeichnet von Wolfgang Hesse

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