DesignTransfer meets Marketing-Club Braunschweig
Mehr als 100 Interessierte waren am 22. November der Einladung von DesignTransfer und dem Marketing-Club Braunschweig in die Welfenakademie gefolgt und erlebten eine informative Vortragsveranstaltung.
Bei der Begrüßung von Norbert Gabrysch, Präsident des Marketing- Clubs Braunschweig, und Lutz Doyé, 1. Vorsitzender von DesignTransfer, stellten beide die gute Zusammenarbeit beider Organisationen vor und begrüßten besonders die auch zahlreich vertretenen Besucher aus der sich formierenden Gruppe der KreativRegion38. Lutz Doyé berichtete zudem noch von den mittlerweilen sehr konkret werdenden Konturen des „LIONEL" Excellence Awards, des ersten Design-Preises Braunschweig, der in Kürze publiziert werden soll.
Orm-Gerrit Rudolf, Produktmanager Premiumpapiere und Leiter des Papier-Beratungs-Centers der Papier Union GmbH aus Hamburg, führte sehr eindrucksvoll anhand provokativer Fragestellungen und recherchierter Wirtschafts- und Statistikwerte vor, dass das Medium hochwertige Papiere in Deutschland gegenüber den europäischen Nachbarländern bedingt durch historische Einflüsse nicht dem ihm eigentlich zustehenden Stellenwert erreicht. Anhand von Vergleichskalkulationen unterschiedlicher Druckvorhaben konnte er gut visualisieren, dass gerade bei jüngeren Zielgruppen (die typische „Internet-Generation”) das Bedürfnis einer emotionalen Erlebbarkeit der zu vermittelnden Botschaft oder des rundum stimmigen Kaufverhaltens immer größere Bedeutung erlangt und dass finanzielle Differenzen zu geringwertigeren Papieren kein wirtschaftliches Unterscheidungskriterium sei.
Rudolf: „Wer (… im heutigen Markt …) durchkommen will, braucht Emotionen!" Und hier setzen hochwertige Papiere an, die über die Haptik Werte überzeugend vermitteln können. Über speziell ausgewählte und an die Zuhörer durch das dem Referenten assistierende Team der Papier Union GmbH verteilte Muster konnten sich die Zuhörer sogleich von unterschiedlichen Wirkungen und Qualitäten ein spektakuläres Urteil bilden.
Bent Rosinski, Mitinhaber und Geschäftsführer der in Hamburg ansässigen Agentur Lukas Lindemann Rosinski (LLR), stellte zunächst den seit der Gründung in 2008 sehr erfolgreichen Werdegang und den Arbeitsstil seines Unternehmens vor. Bei LLR ist es üblich, dass die Strukturen innerhalb der Agentur sehr schlank gehalten werden. 1/3 der mittlerweilen fast fünfzig Mitarbeiter sind lediglich in der Beratung tätig, der größere Teil widmet sich der Kreation und der Ausarbeitung individueller und innovativer Kommunikationsmethoden und -konzepte.
Früh habe die Agentur erkannt, dass die soziale Akzeptanz des Unternehmens, der Marke und der Kommunikation ein wesentlicher Faktor ist, um sich im harten Wettbewerb behaupten zu können. „Marken müssen über ihre Botschaften nachdenken”, formulierte Rosinski, „gestern war es noch das Behauptungsmarketing – heute benötigen die Marken Substanz und Relevanz und müssen über die Produkte einen hervorragenden Nutzen und neue animierende Kommunikationswege bieten!" Diese These untermauerte Bent Rosinski mit eindeutigen Bildbeispielen und kurzen Videos über unterschiedliche Kampagnen und Organisationsstrukturen von Apple, Baker Tweet, Simyo, UNIQLO, Coca-Cola und Gatorade. Rosinski appellierte an die Teilnehmer, fünf Kerngedanken zukünftiger Markt- und Kommunikationschancen nicht aus den Augen zu verlieren:
- das Internet ist der neue „Strom” des 21. Jahrhunderts,
- die Kunden sind autarker und kritischer gegenüber phrasengesteuerten Autoritäten,
- mehr Substanz bzw. Relevanz der Marken,
- über das Social Web die soziale Akzeptanz der Kommunikationsanstrengungen erhöhen,
- es gibt keine Mono-Strategien mehr.
Im großzügigen Ambiente der Welfenakademie und bei einem vorzüglichen Imbiss hatten die Teilnehmer noch ausgiebig Gelegenheit, mit den Referenten oder den zahlreichen Kreativen aus der Region Braunschweig die faszinierenden Erkenntnisse dieser Vortragsveranstaltung zu erörtern und zu vertiefen.
wh/23.11.2010
Aktuelles:
KreativRegion38 hat sich als Verein konstituiert
DesignTransfer ist sehr gut in das zukünftige Wirken des Dachverbandes der Kultur- und...













